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Gedankenwelt Wenn Du weißt wie schwer ein Gedanke ist, dann weißt Du auch wie leicht deine Sorgen sind

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Angel81
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 392
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Verfasst am:
06.08.2010, 18:37 |
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Die Marco-Polo-Brücke oder Lugou Qiao (chin. 蘆溝橋 / 卢沟桥, lúgōuqiáo „Schilfrohrgossenbrücke“) ist eine steinerne Bogenbrücke im Pekinger Stadtbezirk Fengtai, die den Fluss Yongding He überspannt. Sie wurde im Jahre 1192 vollendet.
Bezeichnungen
Der chinesische Name der Brücke ist Lúgōuqiáo (Langzeichen: 蘆溝橋; Kurzzeichen: 卢沟桥) und bedeutet in etwa Schilfrohrgossenbrücke. Den Beinamen Marco-Polo-Brücke erhielt das Bauwerk, weil Marco Polo es in seinen Reisebeschreibungen erwähnt, allerdings unzutreffend beschrieben hat.
Baugeschichte
Die Marco-Polo-Brücke entstammt der Minchang-Periode der Jin-Dynastie (1190–1208). Der Bau wurde 1189 begonnen und 1192 vollendet. Zu der Zeit war sie unter dem Titel Lugou Xiaoyue (Mond über Lugou bei Tagesanbruch) eine der Acht schönsten Ansichten Pekings. Diesen Titel behielt sie durch die Yuan-, Ming- und Qing-Dynastie. Die Brücke war zur Bauzeit der einzige Zugang zur Mittleren Hauptstadt.
Im 17. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Bögen während eines außergewöhnlichen Hochwassers weggeschwemmt und anschließend auf den alten Fundamenten mit unveränderter Bogenzahl neu aufgebaut. Auf einer Brückenstele ist als Datum der Brückenrekonstruktion unter Kaiser Kangxi der Qing-Dynastie das Jahr 1698 angegeben.
1751 hielt Kaiser Qianlong die poetischen Titel der Acht schönsten Ansichten persönlich auf Stelen fest. Die zur Brücke gehörige Stele befindet sich noch immer in der Nähe der Brücke.
Im Jahre 1969 wurde die Brücke erweitert und an die modernen Verkehrsanforderungen angepasst.
Am 7. Juli 1937 wurde die Brücke Schauplatz des Zwischenfalls an der Marco-Polo-Brücke. Das Feuergefecht zwischen japanischen und chinesischen Soldaten gilt als Beginn des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges und verlieh damit in der Neuzeit der Brücke auch eine besondere historische Bedeutung.
In den letzten Jahren ist der Yongding fast vollständig versiegt. |
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Angel81
Administrator
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 392
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Verfasst am:
06.08.2010, 18:59 |
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Der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke am 7. Juli 1937 stand am Beginn des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs. Japanische und chinesische Soldaten lieferten sich 15 Kilometer südwestlich vom Pekinger Stadtkern an der Marco-Polo-Brücke (auch Lugou Qiao nach der chinesischen Bezeichnung) über den Yongding-Fluss an diesem Tag ein Feuergefecht.
In Japan ist der Zwischenfall unter dem Namen Roko-Brücken-Angelegenheit (jap. 盧溝橋事件, Rokokyo-jiken) oder Roko-Brücken-Zwischenfall (jap. 盧溝橋事変, Rokokyo-jihen) bekannt.
In China werden die Bezeichnungen Zwischenfall des 7. Juli (chin. 七七事變, qīqī shìbiàn) und Lugouqiao-Zwischenfall (chin. 蘆溝橋事變, lúgōuqiáo shìbiàn) gebraucht.
Verlauf
Auslöser für den Zwischenfall war, dass die japanische Guandong-Armee, die für zahlreiche Zwischenfälle mit der chinesischen Armee verantwortlich war, einen ihrer Soldaten vermisste, Einlass in die chinesische Garnisonsstadt von Wanping verlangte und drohte, sich diesen ansonsten mit militärischem Zwang zu verschaffen. Dies wies die Kuomintang-Verwaltung der Stadt zurück.
Beide Seiten beschuldigten sich, den ersten Schuss abgegeben zu haben. Tatsache ist, dass die japanische Armee sich mit militärischen Mitteln den Zugang erkämpfte. Nach einem japanischen Ultimatum beschoss Artillerie die Stadt Wanping ab Mitternacht des 8. Juli und Panzer rückten über die Brücke vor. Mit nachgerückter Unterstützung konnten die Chinesen am nächsten Tag die Brücke komplett zurückerobern. Daraufhin bot die japanische Seite Verhandlungen an.
Zwei Tage nach der Verlustmeldung tauchte der vermisste Soldat wieder auf, und die Japaner setzten die chinesische Seite davon in Kenntnis. Die Chinesen gingen davon aus, dass die Aktion als abgeschlossen galt. Die Japaner verpflichteten sich, Peking und Tianjin nicht zu erobern, wenn die Kuomintang sich zu folgenden Maßnahmen verpflichtete:
Die Kuomintang musste alle antijapanischen Bewegungen und Organisationen unterbinden.
Die Kuomintang musste die volle Verantwortung für den Zwischenfall übernehmen.
Song Zheyuan, Kommandant der 29. Armee, die die Region verteidigte, musste sich persönlich entschuldigen.
Der verhandelnde General der 38. Division Zhang Zizong erklärte sich zu den ersten beiden Punkten bereit, wollte jedoch nicht für Song entscheiden und reiste ab. Daraufhin eröffneten die Japaner einen Angriff auf Peking (→ Schlacht um Peking-Tianjin), dem die chinesischen Verteidiger nichts entgegen zu setzen hatten. Am 29. Juli kapitulierte Peking und einen Tag später Tianjin.
Auswirkungen
Die Japaner setzten ihren Vormarsch von Norden und Süden in China fort und die Nationalregierung unter Chiang Kai-shek erklärte am 7. August den Japanern den Krieg.
Eine Provokation ist nicht auszuschließen, wird jedoch für unwahrscheinlich gehalten. Nach Meinung von Historikern war es nur eine Frage der Zeit, bis sich in dieser Region ein solcher Vorfall ereignete, weil gleichzeitig sowohl chinesische als auch japanische Truppen dort stationiert waren.
An dem Ort des Zwischenfalls wurde ein Museum errichtet.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:AntijapaneseWarMemorialMuseum.jpg&filetimestamp=20050821014806 |
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