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Gedankenwelt Wenn Du weißt wie schwer ein Gedanke ist, dann weißt Du auch wie leicht deine Sorgen sind

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Angel81
Administrator
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 392
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Verfasst am:
22.08.2010, 18:03 |
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Diesseitigkeit
Ein weiterer Wesenszug der chinesischen Kultur ist ihre starke Ausrichtung auf das Diesseits. Am stärksten ausgeprägt ist diese im Konfuzianismus: Dort haben Fragen wie Aufbau und Herkunft des Kosmos, das Schicksal der menschlichen Seele oder die gesamte Thematik um Sünde und Erlösung von vornherein nie im Vordergrund gestanden; vielmehr hat sich der Meister vorwiegend mit dem menschlichen Zusammenleben nach den Grundsätzen der Sittlichkeit (禮 Lì) befasst.
Im Allgemeinen richten sich daher die Wünsche der Chinesen auch nicht auf ein „besseres Leben nach dem Tod“, sondern vielmehr auf eine möglichst lange Dauer des Lebens. Der Tod wird von den Konfuzianern als negativ zu bewertender Einschnitt betrachtet, was etwa die mit drei Jahren extrem lange Trauerzeit erklärt. Der traditionell stark ausgeprägte Ahnenkult dient in erster Linie der Abwehr von der Seele des Verstorbenen im Jenseits drohenden Anfechtungen, deren Folgen im Extremfall auf die Hinterbliebenen zurückfallen können.
Shoulao - Der Gott der LanglebigkeitAngesichts der negativen Bewertung des Todes stellt die Langlebigkeit (壽 shòu) für die Chinesen traditionell ein zentrales Ziel dar; für kaum einen Begriff gibt es in China so viele Symbole (u. a. Kranich, Hirsch, Kiefer, Pfirsich u. v. m.). Die Steigerung davon ist die Unsterblichkeit (不朽 bùxiǔ), die aber insbesondere von den Daoisten angestrebt wurde.
Aber auch für die Zeit des Lebens selbst stehen meist materielle Wünsche im Vordergrund, u. a. etwa Glück (福 Fú), Reichtum (富 Fù), eine einträgliche Stellung (祿 Lù) und Söhne (兒子 Érzi). So wünscht man einander „Zehntausendfaches Glück“ (萬福 Wànfú), schenkt sich Kalligraphien mit dem Zeichen „Langes Leben“, oder betet zum in jedem Dorftempel anzutreffenden „Gott des Reichtums“. Haben sich in der Qing-Zeit noch ganze Romane mit der Erlangung eines Beamtenrangs durch einen jungen Mann befasst, so ist an deren Stelle für die aufstrebende chinesische Jugend von heute der lukrative Job bei einem transnationalen Unternehmen getreten. Auch die traditionelle chinesische Wertschätzung für gutes Essen und demonstrativen Konsum gehören in diesen Zusammenhang.
Deutlicher treten metaphysische Elemente im Daoismus und im chinesischen Buddhismus hervor. Auch hier haben sich aber im Laufe der Zeit stärker dem Diesseits zugewandte volkstümliche Varianten entwickelt: So pflegt man etwa die daoistischen Gottheiten durchaus häufig mit höchst irdischen Wünschen wie dem nach Reichtum oder Kindersegen zu behelligen. Selbst der himmlische Hofstaat rund um den Jadekaiser spiegelt recht detailgetreu die realen Verhältnisse im chinesischen Reich wider. Die in China vorherrschende Variante des Buddhismus, die Mahayana-Schule, sieht - anders als die indische Urform Hinayana - die Möglichkeit einer stellvertretenden Erlösung des Menschen durch Bodhisattvas (insbesondere die vielfach verehrte Guanyin und Buddha Amitabha) vor, wodurch dem Einzelnen ein erheblich geringeres Maß an nur durch Askese und Meditation zu erlangender spiritueller Reife abverlangt und eine stärkere Hinwendung zum irdischen Leben ermöglicht wird. Auch im Chan-Buddhismus sind diesseitige Elemente relativ stark ausgeprägt.
Sinozentrismus
Spätestens seit der Reichseinigung durch den ersten Kaiser Shi Huangdi im 3. Jahrhundert v.Chr. hat sich China als Zentrum der Welt und den - als "Barbaren" betrachteten - anderen Völkern überlegen gefühlt. Exemplarisch kommt dies bereits in der Selbstbezeichnung Zhōngguó (中國) zum Ausdruck, was im Deutschen als "Reich der Mitte" übersetzt wird. Ursprünge dieses Denkens sind kosmologische Vorstellungen, wonach die Welt eine geometrische aufgebaute Scheibe sei, in deren Zentrum China, der Kaiserpalast und schließlich der Kaiser selbst steht, der als Himmelssohn ein besonderes Mandat innehat.
Das Chinesische Reich zur Zeit seiner größten Ausdehnung (18. Jh.)Dementsprechend wurden im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Nachbarvölker unterjocht und auf ihre Kosten das eigene Staatsgebiet vergrößert, bis es schließlich unter Kaiser Qianlong im 18. Jahrhundert eine Ausdehnung von ca. 12 Mio. km² erreichte und sich von Sibirien bis in den Himalaya erstreckte. Andere Länder wie Korea oder Vietnam machte man zu Vasallenstaaten. Mit fremden Herrschern verkehrte der Kaiser niemals auf gleicher Ebene, vielmehr wurden absolute Unterordnung, Tributzahlungen und als äußeres Zeichen des Respekts konsequent der mehrfache Kotau verlangt. Das Ansinnen des englischen Königs Georg III. auf Aufnahme gleichberechtigter diplomatischer Beziehungen musste daher auf Unverständnis und Widerstand stoßen.
Der gesamte chinesische Machtbereich wurde konsequent "sinisiert", also der eigenen Kultur angepasst. Umgekehrt gelang den Chinesen zwei Mal sogar die Sinisierung der Kulturen fremder Eroberervölker, nämlich der Mongolen in der Yuan- und der Mandschuren in der Qing-Dynastie. Selbst soweit es ausnahmsweise einmal zum Import fremder Lehren kam, wurden diese teilweise so konsequent sinisiert, dass sie am Ende mit ihrem Vorbild wenig gemein hatten. Beispiele hierfür sind der Buddhismus sowie in neuerer Zeit der Kommunismus.
Traditionell war man in China davon überzeugt, dass alles Nützliche und Wünschenswerte im eigenen Land entdeckt bzw. erfunden worden sei und man fremde Waren und Ideen daher nicht nötig habe. Dementsprechend schroff wies Kaiser Qianlong auch 1793 die Warenangebote der Abgesandten der Macartney-Mission zurück. Soweit man dennoch Kultur- und Technik-Importe zuließ, etwa während der kulturell offenen Tang-Dynastie oder später von den europäischen Missionaren, behalf man sich häufig mit Klitterungen der Wissenschaftsgeschichte: Rasch fand sich ein Gelehrter, der nachwies, dass etwa Astrolabien und Seismografen bereits vorher von Chinesen erfunden worden, dann aber in Vergessenheit geraten waren.
Einen erheblichen Einbruch erlebte das sinozentrische Prinzip, als China nach dem 1. Opiumkrieg gedemütigt in einen Status halbkolonialer Abhängigkeit fiel. In jüngster Zeit erlebt es wieder eine gewisse Renaissance, ist China doch im Begriff, sich nicht zuletzt infolge beeindruckenden Wirtschaftswachstums wieder an die Spitze der Nationen zu schieben.
China in der kulturvergleichenden Forschung
auch in Politik, Kunst und anderen Bereichen menschlichen Daseins vielfältig zum Ausdruck. Da selbst eine überblickartige Darstellung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, sei auf die einschlägigen Fachartikel verwiesen, insbesondere
Chinesische Kunst, Chinesische Malerei, Chinesische Kalligrafie, Chinesisches Porzellan, Chinesische Lackkunst, Chinesische Tapete
Chinesische Architektur, Chinesische Gartenkunst
Chinesische Literatur
Chinesische Musik, Chinesische Oper, Chinesisches Puppentheater, Chinesisches Schattentheater
Chinesische Philosophie, Konfuzianismus, Neokonfuzianismus, Daoismus, Buddhismus in China, Legalismus, Chinesischer Volksglaube, Chinesische Mythologie
Chinesische Sprache, Chinesische Schrift, Chinesische Symbole
Traditionelle chinesische Medizin
Chinesische Küche, Chinesische Teezeremonie
Chinesische Kampfkunst
Chinesische Beamtenprüfung
Soziales Verhalten in China
Mui Tsai
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Kultur |
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sarahmucho
Anmeldungsdatum: 14.09.2010
Beiträge: 3
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Verfasst am:
15.09.2010, 14:50 |
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Hola Buen día, solo para decir hola abajo, justo Im nuevo aquí para compartir Ideen y también quieren gestellt aprender algo
nuevo a todos ustedes,
,,,:) Estancia segura a todos
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