FAQ  •  Suchen  •  Mitgliederliste  •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login
 
 
Gedankenwelt
Wenn Du weißt wie schwer ein Gedanke ist, dann weißt Du auch wie leicht deine Sorgen sind


 

 

Drogen ,,Teil llll" Das Abhängigkeitssyndrom

Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen
Autor Nachricht
heini65
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 257
Wohnort: Kohlenpott

BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 18:52 Antworten mit ZitatNach oben

Abhängigkeitssyndrom
(Weitergeleitet von Drogenmissbrauch)

Das Abhängigkeitssyndrom (umgangssprachlich: Abhängigkeit, Sucht, Drogenmissbrauch) wird als eine Gruppe von verhaltensbezogenen, kognitiven und körperlichen Phänomenen definiert, die sich nach wiederholter Einnahme von psychotropen Substanzen entwickeln. Charakteristisch ist ein starkes, oft unüberwindbares Verlangen, sich die Substanz zuzuführen. Weitere Kennzeichen sind eine fortwährende oder periodische Einnahme der Substanz, Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren und eine fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen oder Aktivitäten. Es kommt dabei zu einer Toleranzerhöhung und manchmal zu einem körperlichen Entzugssyndrom. Nachdem alle Substanzen in einem „sozialen Raum“ eingenommen werden, ist „Abhängigkeit“ als das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen von seelischen, sozialen und körperlichen Prozessen zu verstehen.

Klassifikation nach ICD-10
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (Abhängigkeitssyndrom)
F11.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide (Abhängigkeitssyndrom)
F12.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (Abhängigkeitssyndrom)
F13.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika (Abhängigkeitssyndrom)
F14.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain (Abhängigkeitssyndrom)
F15.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien, einschließlich Koffein (Abhängigkeitssyndrom)
F16.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene (Abhängigkeitssyndrom)
F17.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (Abhängigkeitssyndrom)
F18.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch flüchtige Lösungsmittel (Abhängigkeitssyndrom)
F19.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen (Abhängigkeitssyndrom)


Diagnose / Medizinische Definition

Zur Diagnose des Abhängigkeitssyndroms müssen nach der ICD-10 mindestens drei der folgenden Kriterien während des letzten Jahres gemeinsam erfüllt gewesen sein:
1.Starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen
2.Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)
3.körperliche Entzugssymptome
4.Benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt
5.fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)
6.fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.
Die Klassifikation im ICD-10 ist in die verschiedenen Substanzen unterteilt (siehe Kasten).
Im offiziellen Sprachgebrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) existierte von 1957 bis 1963 der Begriff Sucht. Danach wurde er zunächst durch Missbrauch und Abhängigkeit ersetzt. Schließlich wurde nach 1969 das Missbrauchskonzept zugunsten vier definierter Klassen des Gebrauchs verworfen[3]:
1.Unerlaubter Gebrauch ist von der Gesellschaft nicht tolerierter Gebrauch.
2.Gefährlicher Gebrauch ist Gebrauch mit wahrscheinlich schädlichen Folgen für den Konsumenten.
3.Dysfunktionaler Gebrauch liegt vor, wenn psychischen oder sozialen Anforderungen nicht mehr entsprochen werden kann.
4.Schädlicher Gebrauch hat bereits schädliche Folgen (Zellschäden, psychische Störung) hervorgerufen

Image

Kampf dem Drogenmissbrauch: deutsche Briefmarke von 1975

Häufigkeit

Ein Problem in der Erfassung der Prävalenzzahlen ist die Vielzahl an Substanzen mit einem Abhängigkeitspotenzial. So besitzen von den etwa 10.000 am häufigsten verschreibungspflichtig verordneten Arzneimitteln allein 4 bis 5 % das Potential für einen problematischen Gebrauch und eine Abhängigkeitsentwicklung.[4] Damit wird aber auch verständlich, weshalb trotz der klar abgegrenzten WHO-Definitionen von Gebrauch und Abhängigkeit sowie der klaren ICD-10-Kriterien schnell auf ein schwammiges Missbrauchs-, Abhängigkeits- oder Sucht-konzept zurückgegriffen wird. Die negative Konnotation verschleiert die Sicht auf strukturelle Schwächen des Gesundheitssystems und ermöglich es um so schneller, eine Komplizenschaft von verordnenden Ärzten und (schwierigen) Patienten anzusprechen.
Medikamente, die von einem Arzt verschrieben wurden, können vorschriftsmäßig eingenommen, aufgrund von generellen Bedenken, Nebenwirkungen, Nachlässigkeit oder einer „schnellen Heilung“ zuhause entsorgt, nicht bis zum Packungsende bzw. nur fallweise eingenommen oder an Familienangehörige und „gute Bekannte“ weitergegeben werden. Umgekehrt kann ein Patient mehrere Ärzte aufsuchen, um in einem gegebenen Zeitraum das Medikament mehrfach verordnet zu bekommen, oder sich zusätzlich am Schwarzmarkt damit zu versorgen. Drittens können sich Konsumenten dem Gesundheitssystem und dessen Behandlungsangeboten gänzlich entziehen und sich alleine auf dem Schwarzmarkt versorgen; oder es kann ihnen aus unterschiedlichen Gründen von den entsprechenden Institutionen eine Behandlung verweigert werden. Letztlich ist die ärztliche Verordnungspraxis zwar in der Krankengeschichte des Patienten festgehalten, jedoch gibt diese keinen Aufschluss über das tatsächliche Einnahmeverhalten.
Laut Drogen- und Suchtbericht 2008 sind in Deutschland schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen „medikamentenabhängig“, andere Studien sprechen von 1,9 Millionen Menschen. Ungefähr ebenso viele können als mittel- bis hochgradig gefährdet eingestuft werden, eine „Medikamentenabhängigkeit“ zu entwickeln. In etwa 80 % der Fälle handelt es sich dabei um eine Abhängigkeit von Benzodiazepinen.


Überblick über die psychotropen Substanzen

Psychotrope Substanzen sind Stoffe, die die Psyche des Menschen beeinflussen.
Alkohol
Opioide (wie Codein, Heroin, Methadon, Morphin)
Cannabinoide (siehe auch: Cannabis, Marihuana, Haschisch, Haschischöl)
Sedativa oder Hypnotika (v. a. Benzodiazepine; früher auch Barbiturate)
Kokain
Stimulanzien (wie Amphetamin, Ecstasy bzw MDMA; aber auch Koffein)
Halluzinogene (wie LSD, Meskalin und Psilocybin)
Tabak
flüchtige Lösungsmittel
Multipler Substanzgebrauch ist laut ICD-10 eine Form des Drogenkonsums, bei welcher zwei oder drei psychotrope Substanzen zu sich genommen werden und keine Substanz für sich allein den Konsum dominiert bzw. nur eine oder keine der Substanzen bekannt ist.

_________________
Versuche jeden Tag so zu nehmen wie er kommt und mache dann das Beste daraus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchenMSN Messenger
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen


 Gehe zu:   



Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge John F.Kennedy" Teil lll" heini65 USA voller Ereignisse und Skandalen 0 20.08.2010, 10:40

Tags
CD, Deutschland, Essen, Familie, Gesundheit



Powered by phpBB 2.0.23 © 2001/3 phpBB Group :: FI Theme :: Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum