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Gedankenwelt
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Schicksal im Zweiten Weltkrieg

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heini65
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 257
Wohnort: Kohlenpott

BeitragVerfasst am: 05.08.2010, 19:58 Antworten mit ZitatNach oben

Im September 1941 wurde der Katharinenpalast von der Wehrmacht als Wohnunterkunft beschlagnahmt. Den Sowjets war es nicht gelungen, die Wandtafeln zu evakuieren, sie wurden durch Tapeten verdeckt. Ab 14. Oktober 1941 wurde das Bernsteinzimmer im Auftrag des Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg unter Aufsicht von Rittmeister Graf Solms-Laubach und Hauptmann Dr. Georg Poensgen innerhalb von 36 Stunden demontiert, in 27 Kisten verpackt und nach Königsberg abtransportiert, wo sich die Prussia-Sammlung befand. Am 13. November 1941 berichtete die Königsberger Allgemeine Zeitung ausführlich über eine Ausstellung von Teilen des Bernsteinzimmers im Königsberger Schloss. Ebenso erschien ein Artikel in der Zeitschrift „Pantheon“, dessen Fotomaterial offenbarte, dass ein florentinisches Mosaik fehlte. Nach einem Brand in einem Ausstellungsraum des Königsberger Schlosses 1944 wurde die Wandverkleidung demontiert und wahrscheinlich im Keller des Königsschlosses in Kisten eingelagert. Durch zwei britische Luftangriffe auf Königsberg Ende August 1944 wurden sechs Sockelverkleidungen beschädigt. Erst Ende Januar 1945 begann die Evakuierung der Bevölkerung aus der ostpreußischen Kriegszone.

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Seit 1945 ist das Bernsteinzimmer verschollen. Über seinen Verbleib gibt es eine kaum noch überschaubare Fülle an Behauptungen, Vermutungen und Spekulationen. In der einschlägigen Literatur werden allein mehrere hundert Orte benannt, wo es verborgen sein soll, inklusive des Wracks der Wilhelm Gustloff. Zahlreiche in- und ausländische Forscher haben bisher vergeblich nach dem Bernsteinzimmer gesucht
Fest steht lediglich, dass das Bernsteinzimmer letztmals in Königsberg gesehen worden ist. Nach Erkenntnissen der beiden britischen Forscher Adrian Levy und Catherine Scott-Clark soll das Bernsteinzimmer 1945 dort verbrannt sein, und zwar nachdem[1] die Sowjets die Stadt und das Schloss erobert hatten. Das gehe aus bislang unbeachteten Archivdokumenten aus dem Nachlass des sowjetischen Bernsteinzimmer-Beauftragten Anatoli Kutschumow[2] hervor, wird aber von Sachverständigen bezweifelt oder gilt nach heutigem Stand des Wissens als widerlegt.
Das Schloss von Königsberg, in dem sich das Bernsteinzimmer befand, wurde 1945 stark beschädigt und die Ruine 1968 auf Befehl von Leonid Breschnew abgerissen, um dort das Haus der Sowjets zu errichten. Aufgrund von Statikproblemen wurde dieses Hochhaus jedoch nie fertiggestellt, bisher konnte man sich weder zu einer Fertigstellung noch zu einem Abriss entschließen.
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Der Schlossunterbau mit den Kellergewölben, in welchen das Bernsteinzimmer nachweislich eingelagert war, soll zum Teil noch existieren. Der riesige Gebäudekomplex verfügte nach Aussagen von Insidern über tief gelegene Kellerräume, die bis heute noch nicht freigelegt worden sind. Der Verbleib des Bernsteinzimmers in Königsberg wird daher durchaus für denkbar gehalten. Andererseits wird spekuliert, dass russische Stellen Hinweise verbergen wollen, wonach die Sowjetmacht den Verlust des Bernsteinzimmers nicht verhindern konnte.
Das Königsberger Schloss war mit dem Dom durch einen unterirdischen Gang verbunden. In seinen Nischen wurden wertvolle Gegenstände gelagert. Die Zugänge wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wohl gesprengt. Auf der Suche nach dem Bernsteinzimmer will der russische Katastrophenschutz deshalb 2009 erstmals im neuen Pregel graben (Königsberger Express, März 2009).
Nach einer bisher unveröffentlichten Zeugenaussage wurde das Bernsteinzimmer Anfang 1945 im freigelegten Gewölbe der zerstörten Steindammer Kirche versteckt.
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Aufgefundene Inventarteile
Im Katharinenpalast wurde ab 1976 an der Rekonstruktion des Bernsteinzimmers gearbeitet, die sich hauptsächlich auf Schwarz-Weiß-Fotos des Originals sowie auf das einzige vorhandene Farbfoto stützte. Nach einer Unterbrechung auf Grund von Finanzierungsproblemen konnten die Arbeiten durch eine Spende der deutschen Ruhrgas AG von 3,5 Millionen Dollar abgeschlossen werden. Im Rahmen des 300-jährigen Stadtjubiläums von Sankt Petersburg wurde das rekonstruierte Bernsteinzimmer am 31. Mai 2003 in einem feierlichen Akt durch Bundeskanzler Gerhard Schröder und den russischen Präsidenten Wladimir Putin der Öffentlichkeit übergeben. Heute kann das Bernsteinzimmer im Katharinenpalast besichtigt werden.
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Essen, Foto, Sport



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