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Butrint

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Angel81
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 19:11 Antworten mit ZitatNach oben

Butrint (albanisch auch Butrinti, griech. Buthroton, italien. Butrinto) ist eine Ruinenstätte im Süden Albaniens in der Nähe der Stadt Saranda. Die nur zu einem Fünftel ausgegrabene antike Stadt liegt auf einer Halbinsel zwischen dem See von Butrint, dem Vivar-Kanal und dem Ionischen Meer in Sichtweite der griechischen Insel Korfu. Butrint zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Albanien und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Mythologie
Der Sage nach soll Butrint vom Helden Aeneas besucht worden sein, als es ihn nach seiner Flucht aus dem brennenden Troja auch nach Epirus verschlug, bevor er später nach Latium kam und zum Stammvater der Römer wurde. In Butrint trifft er auf Andromache und Helenos, die, ebenfalls aus Troja entkommen, über Chaonia herrschen. (Vergil, Aeneis 3,293 ff.)
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In einer anderen Version der Sage macht Aeneas an der Straße von Korfu halt und wollte den Göttern für die gelungene Flucht ein Dankesopfer bringen. Er will einen Stier schlachten, doch dieser springt verwundet ins Meer, durchschwimmt die Lagune und bricht am Ufer tot zusammen. Das deutete man als Zeichen der Götter und gründete hier die Stadt. Seitdem trägt der Ort den Namen Butrint, was soviel bedeutet wie verwundeter Stier.
Geschichte
Ursprünglich war Butrint eine griechisch-illyrische Stadt und Sitz der Königsdynastie der Aiakiden, zu denen der König Alexander I., Onkel Alexander des Großen und Bruder seiner Mutter Olympias, gehörte. Sie war einer der Hauptorte der Chaonier, einem der drei großen epirotischen Stämme. Die ältesten Funde stammen aus dem späten 8. Jahrhundert v. Chr. Seit dem 6. Jahrhundert existierte eine Befestigung und im 4. Jahrhundert war Butrint der führende Ort eines lokalen Städtebundes. Die Stadt hatte zu dieser Zeit ein Theater und ein Asklepios-Heiligtum. Um 380 v. Chr. wurde Butrint mit einer neuen 870 m langen Mauer befestigt, die ein Gebiet von 4 ha einschloss. Seit 167 v. Chr. gehörte Butrint zum Römischen Reich. Im Jahr 49 besucht Julius Cesar die Stadt und erklärte Butrint zur Kolonie für Veteranen. Titus Pomponius Atticus ließ sich die reich geschmückte Villa Amaltea am Ufer gegenüber von Butrint errichten. Ihre höchste Blütezeit hatte die Stadt im 2. Jahrhundert n. Chr., als zahlreiche neue öffentliche Bauten errichtet wurden, darunter ein Aquädukt, das den Vivar-Kanal überquerte. Vermutlich seit dem 4. Jahrhundert war Butrint Bischofssitz. Um 380 richtete ein Erdbeben größeren Schaden an. Die Babareneinfälle während der Völkerwanderungszeit überstand Butrint wegen seiner geschützten Lage auf einer Halbinsel dagegen unbeschadet, während die Slawen das benachbarte Onchesmos 547 einnehmen konnten.
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Die Stadtmauer schließt eine Fläche von rund 16 Hektar ein. Nach einer letzten Blütezeit unter der Herrschaft von Byzanz begann der Niedergang, als die Slawen im 8. Jahrhundert auch nach Epirus vordrangen. Im 11. Jahrhundert litt die Stadt unter den Kriegszügen der süditalienischen Normannen. Was von Butrint noch übrig war, besetzten noch später die Venezianer, die hier (mit Unterbrechungen) bis 1797 einen Stützpunkt unterhielten, um die Straße von Korfu für ihre Schiffe zu sichern. Im 17. Jahrhundert gelangten die Osmanen für einige Zeit in den Besitz der Festung.


Blick vom venezianischen Kastell übers Theater und den Vivar-Kanal nach SüdenIm September 1716 gewann die Republik Venedig das Kastell bei Butrint von den Osmanen zurück. Ali Pascha Tepelena erbaute im 18. Jahrhundert direkt am Vivari-Kanal vor Butrint eine kleine Festung, von der noch Ruinen erhalten sind.

1928 hat der italienische Archäologe Luigi Maria Ugolini die Ruinen von Butrint wiederentdeckt. Für den Besuch des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow wurde 1959 eine Straße nach Butrint angelegt.

Im Jahr 1992 wurden die Ruinen und ihr Umland von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbe gesetzt. Acht Jahre später wurde ein leicht größeres Gebiet als Nationalpark geschützt, der 2005 um eine Pufferzone rund um das Welterbe auf 86 km² erweitert wurde. 2003 wurden Butrint und ein weites Umland mit dem See zu einem Ramsar-Schutzgebiet.

1997 wurde das Museum von Butrint infolge des Lotterieaufstands geplündert. Viele Gegenstände konnten zwischenzeitlich aber sichergestellt und zurückgebracht werden.[1]

Im Jahr 2006 hat die katholische Kirche den Titel eines Bischofs von Butrint (lat. Buthrotum) zum zweiten Mal vergeben. Titularbischof ist der Weihbischof der Erzdiözese Tirana-Durrës George Anthony Frendo.

Bauwerke
Zu den wichtigsten ausgegrabenen Bauwerken zählt das Löwentor aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., einer von sechs Eingängen zur Stadt. Es zeigt einen Löwen, der dabei ist, einen Stier aufzufressen. Der Löwe sollte höchstwahrscheinlich die Bewohner der Stadt symbolisieren und der Stier ihre Feinde. Das Tor verfügt lediglich über einen sehr engen Durchgang, um möglichst nur wenigen Personen zugleich das Eindringen zu ermöglichen.
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Zu den weiteren wichtigen Entdeckungen aus der Antike zählen Theater, Dionysos-Altar, Asklepios-Tempel, Nymphäum, eine römische Badeanlage, ein Gymnasion und das Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert, in dem die Christen getauft wurden. Hier finden sich auch sehr gut erhaltene Mosaike mit zahlreichen Symbolen und Tierdarstellungen.

Aus der Zeit des Kaiser Justinians stammt die frühchristliche Basilika. Auf einem Hügel über der Stadt errichteten die Venezianer im Mittelalter ein Kastell, in dem sich heute ein Museum befindet
http://de.wikipedia.org/wiki/Butrint

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Tags
Hund, Meer, NES, Wikipedia



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