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Antarktis Teil 2

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Angel81
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: 12.09.2010, 20:20 Antworten mit ZitatNach oben

Erdgeschichtliche Entwicklung

Die Landflächen der Antarktis waren vor mehr als 170 Millionen Jahren Teil der Landmasse des Großkontinentes Gondwana und lagen südlich der heutigen Position von Afrika. Nach der Trennung von Gondwana infolge der Kontinentaldrift wurde die Antarktis langsam nach Süden bewegt. Während der Kontinent zu Beginn des Paläogens vor ca. 65 Millionen Jahren noch tropisch bis subtropisch war (und zu dem Zeitpunkt noch mit dem Australischen Kontinent eine gemeinsame Landmasse bildete), kam es infolge der Drift Richtung Süden zu einer fortschreitenden Abkühlung. Vor etwa 30 Millionen Jahren traten erste nennenswerte Eisfelder auf, vor ca. 25 Millionen Jahren, an der Wende der erdgeschichtlichen Epochen von Oligozän und Miozän, öffnete sich zwischen der Antarktis und Südamerika die Drakestraße. Die dadurch ausgelöste Bildung des Zirkumpolarstroms verstärkte den Prozess der Vereisung, die bis dahin den Kontinent bedeckenden Wälder wurden verdrängt. Erst seit etwa fünf Millionen Jahren ist der Kontinent von einem dicken Eispanzer nahezu vollständig bedeckt.
Klima

Der antarktische Kontinent ist in jeder Hinsicht ein klimatischer Extremfall.
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Gletscher in der Antarktis
Temperatur
Die inländische Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei −55 Grad Celsius. Die Monatsmitteltemperaturen variieren aufgrund der Tageslänge. In der Polarnacht im antarktischen Winter scheint die Sonne gar nicht, im antarktischen Sommer hingegen 24 Stunden am Tag. Auf dem Polarplateau erreichen die Temperaturen zwischen −40 und −68 Grad Celsius und an der Küste zwischen ca. −18 Grad Celsius im Juni und einigen Grad über null im wärmsten Monat Januar.
98 % der Antarktis sind von Schnee und Eis bedeckt, deren Albedo den größten Teil der eingestrahlten Sonnenenergie reflektiert. Äußerst niedrige Lufttemperaturen bedingen, dass die Antarktis die trockenste Wüste der Erde ist; da Wasserdampf das wirksamste Treibhausgas ist, führt dies zu einer hohen Wärmeabstrahlung ins All. Die Antarktis ist der Kontinent mit der höchsten durchschnittlichen Erhebung, was in Kombination mit der über den Polen nur 8 km dicken Troposphäre ein weiterer Faktor für die dort außergewöhnlich niedrigen Temperaturen ist.[1] Die tiefste jemals auf der Erde in der freien Natur gemessene Temperatur beträgt −89,2 Grad Celsius, sie wurde am 21. Juli 1983 von der sowjetischen Wostok-Station auf dem Polarplateau, das häufig auch als Zentralplateau bezeichnet wird, aufgezeichnet. Wegen dieser Temperaturverhältnisse gibt es nur wenige antarktische Seen und einen einzigen, wenn auch nur temporären Fluss, den Onyx River.
Trotz der großen Kälte finden sich in der Antarktis eisfreie Zonen wie die Bunger-Oase (vgl. Abschnitt Literatur).
Niederschlag
In der Regel handelt es sich bei den antarktischen Niederschlägen um Schnee. Im Jahresdurchschnitt sind das etwas über 40 l/m2 im Inneren des Erdteils. Nach niederschlagsorientierter Definition sind diese Gebiete also eine Wüste (und zwar die größte der Welt). Zur Küste hin nimmt der Schneefall jedoch deutlich zu.
Winde
Die Pol-Lage und die vom Polarplateau zur Küste hin wehenden katabatischen Fallwinde wirken nicht nur auf den Kontinent selbst bestimmend, sondern auch auf das angrenzende Polarmeer. Im Juli 1972 wurde bei der Dumont-d’Urville-Station eine Windgeschwindigkeit von 327 km/h (91 m/s) gemessen.
Flora und Fauna

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Pinguine sind die Charaktertiere der Antarktis
Die Antarktis ist von einer riesigen Packeiszone umgeben, in der sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt hat. In den Meeren wimmelt es von riesigen Schwärmen antarktischen Krills (Euphausia superba) und anderer Kleinkrebse. Dieser Krill bildet den Anfang der Nahrungskette für die zahlreichen Meeres- und Landtiere, wie Fische, Wale, Kalmare, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und zahlreiche Meeresvögel.
Auf dem antarktischen Packeis brüten zwei Pinguinarten: Der Kaiserpinguin und der Adeliepinguin. Zu den auf dem antarktischen Kontinent brütenden Vögeln zählen jedoch auch 19 flugfähige Vogelarten wie beispielsweise der Königsalbatros sowie der Schneesturmvogel und der Silbersturmvogel, die beide zum Teil auf hundert Kilometer landeinwärts liegenden Bergen brüten, die eisfrei hervorragen.
Unter den Robben, die in der Antarktis an Land gehen, sind vor allem die Weddellrobbe, der Krabbenfresser und der Seeleopard erwähnenswert. Im Sommer kommen noch mehr als 100 Millionen Zugvögel hinzu, die auf dem Packeis und den vorgelagerten Inseln brüten. Es wurde geschätzt, dass allein die Wale des Südlichen Ozeans etwa 55 Millionen Tonnen Tintenfische fressen, das entspricht etwa drei Viertel der Menge des Fischfangs der weltweiten Fischereiflotten.
Im Gegensatz zum vielfältigen Leben in den Ozeanen und an den Schelfeisrändern erscheinen die wenigen eisfreien Regionen, die auch als antarktische Oasen bezeichnet werden und die sich im Innern der Antarktis befinden, öde und leer, da hier kaum höher entwickelte Lebensformen vorgefunden werden. Stattdessen werden diese Gebiete vorwiegend von Mikroorganismen, Moosen und Flechten sowie einigen wirbellosen Tieren bevölkert. In der gesamten Antarktis gibt es nur zwei Blütenpflanzen: die Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica) und das Nelkengewächs Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis). Durch den Menschen eingeschleppt wurden jedoch auch der Kriechende Hahnenfuß, die Wassersegge, die Rispengräser Poa annua und Poa pratensis sowie die Vogelmiere. Das größte dauerhaft landlebende Tier der Antarktis ist eine 12 Millimeter große, flügellose Zuckmückenart namens Belgica antarctica. Neben diversen Algen wurden mittlerweile mehr als 200 Flechtenarten, mehr als 100 Arten von Moosen und Lebermoosen sowie etwa 30 Macrofungi gefunden.
Die Antarktis bildet ein eigenes Florenreich, das antarktische Florenreich. Es umfasst die Südinsel Neuseelands, den süd-westlichen Teil Patagoniens und den antarktischen Kontinent und beherbergt dreizehn unterschiedliche Pflanzengattungen, wie zum Beispiel die Südbuche (Nothafagus), Gunnera oder Fuchsia, von denen die meisten allerdings nicht in der Antarktis selbst beheimatet sind.

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Essen, Hund, Meer, NES, Pflanzen



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