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Erscheinung des Herrn

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Angel81
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: 10.10.2010, 13:31 Antworten mit ZitatNach oben

Epiphanias bzw. Epiphanie (griechisch Επιφάνια oder Επιφάνεια; επί „auf, oben“, φαίνω „ich zeige“, vgl. „Phänomen“) oder Erscheinung des Herrn ist der ursprüngliche und heute noch meist gebrauchte Name des am 6. Januar, dem historischen Weihnachtsdatum, begangenen christlichen Festes. Im Volksmund und in vielen Kalendern ist es auch als Dreikönigsfest, Dreikönigstag oder Theophanie (Θεοφάνια oder Θεοφάνεια „Erscheinen Gottes“), regional vereinzelt bis heute auch als „Groß-Neujahr“ oder „Hoch-Neujahr“ bekannt. In Österreich heißt dieser Tag auch Weihnachtszwölfer (zwölfter Tag nach dem 1. Weihnachtsfeiertag).
Das Fest wird bei den Westkirchen den drei Weisen aus dem Morgenland zugeordnet, in den Ostkirchen jedoch als Tag der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit begangen.
Da der 24. Dezember nach julianischem Kalender auf den 6. Januar nach gregorianischem Kalender fällt, taucht gelegentlich die falsche Behauptung auf, manche orthodoxen Kirchen würden am 6. Januar Weihnachten bzw. Heiligabend feiern. Weihnachten ist aber auch dort am 25. Dezember. Der 25. Dezember des julianischen Kalenders, nach dem diese orthodoxen Kirchen die Kirchenfeste begehen, fällt jedoch im 20. und 21. Jahrhundert auf den 7. Januar des gregorianischen Kalenders. Die Armenische Apostolische Kirche hat den 6. Januar als Weihnachtsfest beibehalten. Da für die armenischen Christen im Heiligen Land weiterhin der julianische Kalender gilt, wird Weihnachten dort nach gregorianischem Kalender am 19. Januar begangen.


Geschichte und Inhalte

Schon im hellenistischen Ägypten wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Januar die Geburt des Sonnengottes Aion aus der Jungfrau Kore gefeiert. Am Tag des 6. Januar folgte das Schöpfen des heilbringenden Wassers aus dem Nil.

Im antiken römischen Kaiserkult im hellenistischen Osten des Römischen Reiches formte sich ein Feiertag, der die göttliche Erscheinung des Divus als Teil des Zeremoniells beinhaltete. Der Ritus wurde ebenfalls zu Beginn des Januars gefeiert und basierte auf der Epiphanie Iulius Caesars, der beim Überschreiten des Rubikon am 10. Januar 49 v. Chr. vom Volk als Heiland und lebender Gott (wahrscheinlich Divus Iulius) begrüßt und angebetet wurde. Grundsätzlich bedeutete die Epiphanie nichts anderes als der adventus, die Ankunft des römischen Herrschers und „seinen glückverheißenden Einzug in eine Stadt“. Spätestens im 2. Jahrhundert entstand in der Ostkirche das christliche Epiphanias- oder Theophaniefest,
das bis zum 4. Jahrhundert das alte Ritual des Kaiserkultes überlagert hatte. Nach der konstantinischen Wende gingen einige Elemente des vorchristlichen Epiphaniaskultes, sofern sie sich auf Christus übertragen ließen, in die Liturgie ein. Die kaiserlichen Epiphanie-Riten hielten sich in Byzanz bis zum Untergang des oströmischen Reiches, allerdings immer eingeschränkter, da die Stellung der divinisierten Caesaren als römische Staatsgötter gegenüber der Rolle des lebenden Herrschers als Stellvertreter Christi zurückgedrängt wurde. Das ursprüngliche Datum der Epiphanie ist unbekannt. Die älteste sichere Quelle nennt neben dem 20. Mai v. a. den 10. Januar, aber auch den heute gebräuchlichen 6. Tag des neuen Jahres.
Mit Erscheinung ist die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi gemeint. Dabei wird der Geburt Jesu mit der Verehrung durch die jüdischen Hirten, der Anbetung der Weisen (Mt 2 EU), seinem kindlichen Wirken bis zu seiner Taufe im Jordan (Mt 3,13–17 EU) und seinem ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1–11 EU) gedacht. Die abendländische Kirche (Westkirche), die Jesu Geburt am 25. Dezember (Weihnachten) beging, übernahm später das Epiphanie-Fest, feiert jedoch statt der Geburt die drei Wunder der Anbetung der Weisen, der Taufe im Jordan und der Hochzeit zu Kana. Die Perikopen, vor allem das Evangelium (Mt 2,1–12 EU), beziehen sich sämtlich auf die Anbetung der Weisen, so dass dieser Festinhalt heute naturgemäß im Vordergrund steht. Die Taufe im Jordan ist auch Festinhalt des Festes Taufe des Herrn (Sonntag nach Epiphanias), die Offenbarung bei der Hochzeit zu Kana ist im Lesejahr C Inhalt des zweiten Sonntags nach Epiphanias.
Die Liberal-Katholische Kirche ehrt an diesem Tag nur die drei Weisen oder Magoi und damit die Verkündigung der frohen Botschaft an die ganze Welt außerhalb Judäas. Sie feiert das Fest Taufe des Herrn erst am 15. Januar, getrennt vom Hochfest der Erscheinung des Herrn. Die Hochzeit zu Kan hat in dieser Kirche in Mitteleuropa einen festen Platz auf den Kirchenkalender bekommen am 24. Januar.
Es wird angenommen, dass die Epiphanie in der Westkirche erst nach der dortigen Einführung des Weihnachtsfestes am Festtag des Sol Invictus, also frühestens im 4. Jahrhundert liturgisch anerkannt wurde.
Die Ostkirche feiert seit der Einführung von Weihnachten am 25. Dezember im Festkalender Epiphanias nur mehr die Taufe Jesu. Da ein Teil der Orthodoxie, v. a. Russland und Serbien, liturgisch am julianischen Kalender festhält, wird Weihnachten in den betroffenen Ländern derzeit am 7. Januar, Epiphanie am 19. Januar begangen.
Der 6. Januar wird in der katholischen Liturgie als Hochfest der Erscheinung des Herrn gefeiert. Auch der Kalender der evangelischen Kirche verzeichnet ihn (siehe Kirchenjahr). Bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils hatte Epiphanias zudem eine Oktav, die am 13. Januar endete. Dieser Brauch wird in der Liberal-Katholischen Kirche immer noch beibehalten.
Der 6. Januar ist ein staatlicher Feiertag in Österreich, Italien, Spanien, Finnland, Griechenland, Zypern, Rumänien, Litauen, Kroatien, Liechtenstein, Tschechien und der Slowakei. In Deutschland entscheiden die Bundesländer über die Einrichtung dieses Feiertages, der gegenwärtig in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt arbeitsfrei ist. Auch in der Schweiz ist die Feiertagsregelung Angelegenheit der Kantone, dort ist er in Schwyz, Tessin und Uri sowie in Teilen Graubündens gesetzlich anerkannt.

Hochneujahr

Der 6. Januar wird im süddeutschen und alpinen Raum im Volksbrauchtum auch als Neujahrstag betrachtet – Hochneujahr, Großes Neujahr, Großneujahr, Oberster oder Öberster.
Der Ursprung dieser Neujahrsvorstellung wurde bisher gemeinhin auf christliche Wurzeln zurückgeführt oder zumindest in einem christlichen Zeitraum angesetzt. Dieser Ansatz für die Vorstellung des 6. Januar als Neujahrstag wird mittlerweile angezweifelt, da er durch keine christliche Tradition gestützt wird – so gibt es beispielsweise keine Urkunde, in der der 6. Januar auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches je als offizieller Neujahrstag erwähnt wird, im Gegensatz zu anderen christlichen Neujahrsdatierungen. Auch mit den Kalenderumstellungen und Anpassungen des 16.–18. Jahrhunderts steht diese Vorstellung in keinerlei Zusammenhang, da die frühesten erhaltenen Nennungen bereits ins 14. Jahrhundert datieren. Eine Deutung des Neujahrsverständnisses vom 6. Januar als Teil eines ursprünglich vorchristlichen Jahreskreises wird daher nicht mehr ausgeschlossen.
Mit einer vorchristlichen Vorstellung des 6. Januar als Neujahrstag verbinden sich weiter Elemente des Volksglaubens:

Rauhnächte

Die Rauhnächte (auch Raunacht oder Rauchnacht) oder zwölf Nächte (auch Zwölfte) oder Glöckelnächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen wird.
Meist handelt es sich um die zwölf Weihnachtstage, zwischen Weihnachten (25. Dezember) und Erscheinen des Herrn (6. Januar), mit deren Ende eben das Neue Jahr verbunden ist. Nach diesem Volksglauben zogen sich die stürmischen Mächte der Mittwinterzeit in der Nacht auf den 6. Januar wieder zurück, „die wilde Jagd“ begab sich am Ende der Rauhnächte zur Ruhe.

Stärk’ antrinken

Das Stärk’ antrinken (hochdeutsch „Stärke antrinken“) ist ein alter Brauch zu Beginn des neuen Jahres. Er findet am Vorabend des 6. Januar statt, der im Volksglauben den Beginn des neuen Jahres markiert. Verbreitet ist der Brauch vor allem in Oberfranken und den angrenzenden Regionen. „Stärk’“ oder „Stärke“ steht dabei für Kraft und Gesundheit. Niemand weiß, was das neue Jahr mit sich bringt. Es ist deshalb Brauch, sich gegen alle möglichen Widrigkeiten zu wappnen. Dazu trinkt man sich im Kreise von Familie oder Freunden Kraft und Gesundheit – die „Stärk“ – an. Gefeiert wird oft in Gaststätten. Viele Brauereien unterstützen den Brauch mit einem speziellen Starkbier, das für das „Stärk’ antrinken“ besonders geeignet sein soll. In manchen Gegenden ist es aber auch durchaus üblich, sich die Stärke erst am Abend des 6. Januar anzutrinken.

Brauchtum

Viele alte Bräuche wurden auf das Fest übertragen.

Heilige Drei Könige

Im Volksbrauchtum des Westens wurde das Epiphaniasfest auf das Motiv der Heiligen Drei Könige, der Weisen aus dem Morgenland, reduziert.
Bei den Krippen werden die Figuren am Dreikönigstag um die drei Weisen aus dem Morgenland ergänzt.
Segensbitte an einer Tür der Stadt Regen/Bayer. Wald Das Sternsingen.
Basierend auf einem älteren Brauchtum gehen seit nunmehr 50 Jahren Gemeindemitglieder als Heilige Drei Könige gekleidet von Haus zu Haus. Meistens sind es Kinder und Jugendliche, die diese Aufgabe wahrnehmen; in katholischen Gegenden auch Ministranten, Kommunionkinder oder andere Jugendliche der jeweiligen Kirchengemeinde, die nicht nur die Frohbotschaft des Evangeliums verkünden, sondern auch Spenden für benachteiligte Kinder sammeln. Den Menschen, die sie einlassen, singen die Sternsinger ein Lied und/oder sagen ein Gedicht bzw. ein Gebet auf. Dann schreiben sie an die Haustüren bzw. die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl. Für viele ist dies die Abkürzung der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, für Lateinkundige sind es die Anfangsbuchstaben des Gebetes „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).
Die Heiligen Drei Könige gelten in der Tradition als die ersten Missionare, die die Frohbotschaft in die ganze Welt hinausgetragen haben. Aus diesem Grund gilt das Fest Epiphanie als das älteste Missionsfest. In Österreich sammelt das Werk des Heiligen Apostels Petrus für die Weltmission.
In Österreich wird das so genannte Sternsingen von der jeweiligen Diözese als „Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar“ durchgeführt. Die als Heilige Drei Könige und einem Sternträger schön gewandeten Mädchen und Buben der Jungschar ziehen von Haus zu Haus, singen, tragen Texte vor und weisen auf den guten Zweck ihrer Sammlung hin, meist die Förderung von Projekten in Entwicklungsländern. Dabei werden mit geweihter Kreide über die Türen die Jahreszahl und die Buchstaben C+M+B geschrieben. Von den Mädchen und Buben der katholischen Jungschar Österreich wird diese Abkürzung je nach Gegend auch scherzhaft als „Coole Mädchen und Buben“ oder „Kas (Käse)+Milch+Butter“ bezeichnet.

Fastnacht

Im Bereich der schwäbisch-alemannischen Fasnet beginnt traditionell am Dreikönigstag die Fastnacht mit verschiedenen Bräuchen.

Quelle Wikepedia

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Religion



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